Ein Jahr der Hoffnung, der Menschlichkeit und der gelebten Solidarität. Der Verein Vergiss-Mein-Nicht e.V. sagt von Herzen DANKE
Wenn wir als Verein Vergiss-Mein-Nicht e.V. auf das Jahr 2025 zurückblicken, dann tun wir das mit einem Gefühl, das sich kaum in Worte fassen lässt: tiefe Dankbarkeit. Dankbarkeit für all die Menschen, die unsere Arbeit getragen, unterstützt und möglich gemacht haben. Dankbarkeit aber auch für die vielen Begegnungen, die uns gezeigt haben, warum wir diesen Weg gehen – und warum es so wichtig ist, ihn weiterzugehen.
2025 war erneut ein Jahr, das von großen Herausforderungen geprägt war. Der Krieg in der Ukraine dauert an, und mit ihm die Unsicherheit, die Angst und die Sorgen der Menschen vor Ort. Und doch haben wir auch in diesem Jahr immer wieder erlebt, dass Hoffnung existiert. Dass Menschlichkeit stärker sein kann als Verzweiflung. Und dass Solidarität Grenzen überwinden kann.
Immer wieder erreichen uns persönliche Geschichten aus Ivanychi – Geschichten von Verlust, Angst, Mut und unvorstellbarer Stärke. Schicksale von Kindern, Müttern, Vätern und Großeltern, die uns tief berühren und uns nicht selten Tränen in die Augen treiben. Diese Berichte gehen unter die Haut. Sie erinnern uns daran, dass hinter jeder Zahl, hinter jedem Hilfstransport, hinter jeder Spende ein Mensch steht. Genau diese persönlichen Begegnungen und Erzählungen geben unserer Arbeit Sinn und Tiefe.
Ein Ort der Hoffnung – unsere Sozialstation in Ivanychi
Das Herzstück unserer Arbeit ist und bleibt unsere Sozialstation in Ivanychi. Tag für Tag kommen dort 50 bis 70 Kinder und Jugendliche zusammen – viele von ihnen tragen Schicksale mit sich, die kein Kind tragen sollte. In unserer Sozialstation finden sie einen sicheren Ort: eine warme Mahlzeit, saubere Kleidung, die Möglichkeit zu duschen, Wäsche zu waschen oder einfach zur Ruhe zu kommen.
Vor allem aber finden sie dort Menschen, die zuhören. Menschen, die Zeit schenken. Menschen, die sagen: Du bist nicht allein. Trotz Fliegeralarm, trotz Krieg, trotz all der Belastungen versuchen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Kindern ein Stück Normalität zu geben. Es wird gelacht, gespielt, gesungen, Fußball gespielt oder Seil gesprungen – kleine Momente der Unbeschwertheit, die im Alltag von unschätzbarem Wert sind.
Auch für Binnenflüchtlinge ist unsere Sozialstation eine wichtige Anlaufstelle. Familien, die alles verloren haben, erhalten hier Unterstützung für einen Neuanfang. Kleidung, Haushaltsartikel, ein offenes Ohr – oft sind es diese scheinbar kleinen Dinge, die wieder Halt geben.
Persönliche Begegnungen, die bleiben
Im Oktober 2025 reiste eine Delegation unseres Vereins nach Ivanychi, um unsere Projekte vor Ort zu begleiten und den persönlichen Austausch zu pflegen. Diese Begegnungen haben uns tief bewegt. Trotz der allgegenwärtigen Bedrohung begegneten uns die Menschen mit einer Herzlichkeit, die berührt.
Gleichzeitig hören wir bei jedem Besuch, bei jedem Gespräch neue Geschichten. Geschichten von Nächten im Luftschutzkeller, von Abschieden ohne Gewissheit, von Kindern, die viel zu früh erwachsen werden mussten. Diese Schicksale nehmen wir mit nach Hause. Sie begleiten uns – und sie sind Antrieb, weiterzumachen.
Hilfe, die ankommt – und weitergetragen wird
Auch im Jahr 2025 konnten wir zwei große Hilfsgütertransporte auf den Weg bringen – im Mai und im November. Wochenlang wurde gesammelt, sortiert, gepackt und organisiert. Hygieneartikel, medizinische Hilfsmittel, Kleidung, Lebensmittel, Waschmaschinen, Rollstühle und vieles mehr fanden ihren Weg in unsere Partnerstadt.
Unsere Hilfe endet jedoch nicht in Ivanychi. Hilfsgüter, die dort aktuell nicht dringend benötigt werden, leiten wir gezielt weiter – dorthin, wo aus anderen Regionen der Ukraine Hilfeschreie zu uns gelangen. Uns erreichen Dankesbriefe, Urkunden und Auszeichnungen aus der gesamten Ukraine – von kirchlichen Organisationen, von Privatpersonen und auch von staatlichen Einrichtungen. Diese Zeichen der Dankbarkeit erfüllen uns mit großer Demut. Sie zeigen uns, dass unsere Hilfe ankommt – weit über Ivanychi hinaus.
Weihnachtspäckchenaktion 2025 – Hoffnung schenken, gemeinsam
Unsere Weihnachtspäckchenaktion 2025 war ein ganz besonderes Zeichen gelebter Solidarität. Über 860 liebevoll gepackte Weihnachtspäckchen konnten wir auf den Weg bringen – viele davon waren für Kinder das einzige Weihnachtsgeschenk.
Wir sind zutiefst dankbar für die überwältigende Unterstützung. So viele Menschen, Einrichtungen, Gruppen und Vereine haben mitgemacht, gesammelt, gepackt und gespendet. Ein ganz besonderer Dank gilt der Gemeinde Erzhausen, der Heegbach Apotheke & Sanitätshaus, der Tierarztpraxis Niemuth, der Lessingschule, der Hessenwaldschule sowie weiteren Schulen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Diese breite Unterstützung zeigt, wie stark Gemeinschaft sein kann. Jedes einzelne Päckchen war ein Zeichen von Mitgefühl, Wärme und Hoffnung – und genau das kam bei den Kindern in der Ukraine an.
Dankbarkeit und Ausblick
Die Dankbarkeit für unsere Hilfe kommt aus der gesamten Ukraine zu uns zurück. Sie erreicht uns in Worten, in Briefen, in Gesten und in Begegnungen. Dafür sind wir unendlich dankbar. Wir sind dankbar, dass wir mit unserer Arbeit ein kleines Licht in die Dunkelheit bringen dürfen – auch wenn wir wissen, dass dieses Licht für die Menschen vor Ort oft von unschätzbarem Wert ist.
Zum Schluss möchten wir uns noch einmal von Herzen bei allen Spenderinnen und Spendern sowie bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern für das Jahr 2025 bedanken. Es tut gut zu wissen, dass so viele Menschen hinter uns stehen. Und wir hoffen sehr, dass uns diese Solidarität auch im Jahr 2026 weiter begleitet.
Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf dieser Internetseite, hier haben Sie auch die Möglichkeit, sich für unseren kostenlosen Newsletter einzutragen.
Fragen zu unserer Arbeit beantworten wir gerne per E-Mail unter info@vergiss-mein-nicht.de oder per WhatsApp unter 015565-951456.
Danke, dass Sie mit uns gemeinsam Hoffnung schenken.
